Zum Thema Stühle

Meine Philosophie zum Thema Stühle

Stühle sind meine Leidenschaft – das habe ich ja in den Genen, da meine Familie mütterlicherseits den beruflichen Schwerpunkt Schreiner hatte und der Name Stuhler ja auch alles sagt…

Seit vielen Jahren beschäftige ich mich mit Stühlen und in meiner Sammlung befinden sich vorwiegend alte, aber auch neuere Stühle. An jedem Stuhl gibt es etwas, das mit gefällt – und wenn es nur der Sitzkomfort ist – irgendetwas Gutes finde ich immer. Ich repariere seit vielen Jahren Stühle, alte Stühle werden von mir nur mit Glutinleimen (Knochenleim, Hautleim, Fischleim) verleimt. In meiner Sammlung befinden sich inzwischen mehr als 200 Stühle.

Klare, schlichte Formen, schöne Furnierarbeiten, Obsthölzer, wie Kirsche oder Birne, aber auch Nußbaum gehören zu meinen Favoriten. Dann noch in Schellack eingelassen oder poliert – eine Augenweide. Jedoch hat jeder Stuhl seine Schwachstellen.

Allein aus Wertschätzung der Schreinerarbeit gegenüber, sollte ein Stuhl, der handwerklich gut gefertigt ist, erhalten werden. Wer billig will, muss ins Möbelhaus für die Massen gehen. Da sind die Stühle alle maschinell gefertigt, die Verbindungen verschraubt oder bestenfalls verdübelt und halten dann ein paar Jahre. Kein Leben und keine 100 Jahre.

Da ich in England aufgewachsen bin, habe ich eine gewisse Affinität zu Großbritannien und vor Kurzem fing ich an, mich mit den Welsh stick chairs zu beschäftigen und meine Faszination für die Fertigung und Eleganz und vor allen Dingen der Haltbarkeit und Stabilität dieser Stühle ist nicht nur geweckt – ich bin komplett hingerissen und begeistert. Sie werden nach wie vor seit hunderten von Jahren komplett von Hand gefertigt.
Englische Landhausstühle sind auch sehr stabil und robust. Irgendwann baue ich dann meine eigenen Stühle 😉