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Reparatur Thonet Freischwinger

Thonet-Reparatur

Ich biete die professionelle Reparatur von Freischwingern S32 / S64 an – sowie von italienischen Nachbauten. Ebenso erneuere ich das Geflecht bei Bugholzstühlen, wie z.B. den Stuhl 214 mit Fertiggeflecht.

Bei der Reparatur gehe ich sehr sorgfältig vor und verwende nur original Thonet Stuhlflechtrohrgewebe. Die Reparaturdauer beträgt maximal 2-3 Wochen. Sowohl Sitze als auch Lehnen lassen sich einfah abschrauben und als Paket versenden.
Sollten Sie mir Pakete/ Thonetsitze zusenden wollen, beachten Sie bitte die Versandadresse:
F. Zimehl, La Chaise Stuhlflechterei, Erthalerstr. 22, 55218 Ingelheim

Nach der Erneuerung des Geflechts sende ich diese wieder an Sie zurück. Das alles zu sehr attraktiven Preisen. Gerne mache ich Ihnen ein unverbindliches Angebot.

Thonet Freischwinger S 32

 

Wie pflege ich Stuhlgeflecht?

Geflecht im Thonet S32

Sobald Ihre Stuhlgeflechte erneuert wurden, liegt Ihnen sicher viel daran sie möglichst lange zu erhalten. Ausschlaggebend sind der richtige  Standort und natürlich der Umgang mit den Möbeln.

Stellen Sie Rohrmöbel nie in heiße, trockene und sonnige Räume oder in die Nähe eines Heizkörpers. Trockene Hitze macht das Rohr spröde. Besonders im Winter leidet es unter der trockenen Heizungsluft.

Da das Material aus den Tropen kommt (Indonesien) ist es ein feuchteres Klima gewöhnt. Ein konstant nicht zu trockenes Raumklima tut gut.  Vom regelmäßigen Anfeuchten des Geflechts halte ich gar nichts – auch, wenn ein großer Hersteller dazu rät. Ein ständiger Wechsel zwischen trockener und feuchter Luft schadet dem Material eher.

Punktuelle Belastungen, wie z.B. durch Knien oder den Stuhl als Leiter zu nutzen sollten unbedingt vermieden werden. Falls das Geflecht schmutzig wird, kann es mit einem nassen Schwamm oder Tuch gereinigt werden.

Versuchen Sie Sitzkissen zu verwenden. Das verlängert die Lebenszeit des Geflechts. Oder setzen Sie sich erst gar nicht auf die Stühle 😉

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Thonet – die älteste Möbelmarke der Welt

Michael Thonet

Michael Thonet (Bildquelle: Wikipedia)

Als Tischlermeister MICHAEL THONET um 1830 seine ersten Stuhlentwürfe aus gebogenem Schichtholz präsentierte, hatte er fast 10 Jahre mit neuartigen Holzbiegetechniken experimentiert. Mit dem WIENER CAFEHAUS-STUHL (Stuhl Nr. 14) von 1859 gelang ihm der Durchbruch zur industriellen Fertigung. Für THONET bedeutete dies den Aufstieg zum Weltunternehmen.

Ab 1930 nahm sich das Unternehmen auch der Herstellung von Möbeln aus gebogenem Stahlrohr, darunter dem freischwingenden, hinterbeinlosen KRAGSTUHL, an und verhalf dank seines Rufes als Produzent von preiswerten, qualitativ hochwertigen Möbeln den Entwürfen von MART STAM, LUDWIG MIES VAN DER ROHE und MARCEL BREUER zu Weltruhm.

Heute fertigt Thonet in fünfter Generation neben den bekannten Klassikern aus BUGHOLZ und STAHLROHR zahlreiche Wohn- und Arbeitsmöbel. Die Liste der für das Unternehmen tätigen Architekten und Designer ist lang.

Mit seinen richtungsweisenden Produkten, vor allem aber dank des mittlerweile 150-jährigen bestehenden Stuhles Nr. 14, ist der Name Thonet längst unsterblich geworden.

Thonet Caféhausstuhl Nr. 14

Thonet Cafehaus Stuhl Nr. 14 (1859) (Quelle: Wikipedia)

(Quelle: Wikipedia)

Thonet Freischwinger S32 , Marcel Breuer (1929/1930 (Bildquelle: Wikipedia)

Thonet Stuhl Nr. 14

Thonet Stuhl Nr. 14

Thonet Stuhl Nr. 14

„Der „Stuhl Nr. 14“, heute Modell 214, gilt als der traditionelle Stuhl für Wiener Kaffeehäuser und ist das meist produzierte Sitzmöbel der Welt, zudem eines der erfolgreichsten Industrieprodukte überhaupt. Bis 1930 wurde der Stuhl bereits 50 Millionen mal verkauft. Er verkörpert alle Vorteile der neuen Bugholztechnik: Formschönheit, Funktionalität, Materialersparnis, Erschwinglichkeit und Haltbarkeit. Der Stuhl wurde nach dem Bausatz-Prinzip in Einzelteilen als flaches Paket in alle Welt ausgeliefert und erst vor Ort montiert. Die Verbindung der gebogenen Teile erfolgte durch Verschraubung und nicht wie sonst üblich mit Leim.
Der Stuhl, dessen Rückenlehne schlicht von zwei gebogenen Holzstäben gebildet wird, besteht aus einer minimalen Anzahl an Teilen – nämlich sechs – plus 10 Schrauben und zwei Muttern. Michael Thonet reduzierte Form und Material, bis keine Verbesserung mehr möglich war, um ihn mit dem geringsten Fertigungsaufwand herzustellen. (Quelle Wikipedia)

Der Stuhl Nr. 14 kann seinen Erfolg wahrscheinlich auf sein zeitloses, schlichtes und elegantes Design zurückführen, das seit 150 Jahren kaum verändert wurde und sich elegant jeder Einrichtung einpasst.